Die Königlichen (2)

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Die Royals hier, die Royals da. In Pandemiezeiten, scheinen sie ein willkommenes Thema zu sein, um das Volk (also uns) ein wenig abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Ich vermute allerdings, dass hinter diesem Interview mit der nett plaudernden Talkshows-Queen aus den USA, noch etwas ganz anderes stecken könnte, als wir vermuten.

So hängen die Royals – das meine ich jedenfalls gehört zu haben – am Tropf des Britischen Staates. Sie haben also kaum eigene Einnahmen, allerdings hohe Ausgaben. Die vielen Schlösser und Gutshäuser sind in die Jahre gekommen und müssen aufwändig saniert werden. Dazu verschlingt der Hofstaat Unsummen. Die Grenadier Guards brauchen neue Bärenfellmützen. Usw., usw. … Große Sprünge machen, funktioniert also nicht. Jeder Penny muss mehrfach umgedreht werden!

Könnte es nicht sein, dass hier irgendjemandem im Buckingham Palace plötzlich die rettende Idee kam? Vor dem Hintergrund notorischer Finanzmittelknappheit, schlossen die Königlichen hinter den Kulissen vielleicht einen Deal mit verschiedenen Medientreibenden ab, um die eigenen Kassen etwas aufzubessern:

Der Plan könnte sein, dass begabte AutorInnen ab sofort wöchentlich eine Art Drehbuch verfassen (vergleichbar z.B. mit der Lindenstraße…). Je gewagter die ausgedachten, vermeintlichen Neuigkeiten dabei seien, umso besser. Die Royals müssten die Vorgaben aus diesem Textbuch nun lediglich umsetzen. Sie würden also in fingierte Fettnäpfchen treten oder ließen sich von Paparazzi in vermeintlich delikaten Situationen ablichten.

Ist es tatsächlich so, klappte das bei dem o.g. Interview ja schonmal hervorragend! Die Yellow Press schreibt sich gerade die Finger wund. Auflagen gehen durch die Decke. LeserInnen wollen sämtliche Hintergründe kennenlernen und natürlich mitdiskutieren. So gehen Tag für Tag millionenfach Druckerzeugnisse über die Tresen von Zeitungskiosken. Gleichermaßen flössen die im Vorfeld ausgehandelte Tantiemen an die Königlichen. In den Hinterzimmern würden derweil Sektkorken knallen…

Wir dürfen also gespannt sein, was wir als nächstes von der Insel hören. Vielleicht stammt das Ganze dann ja wirklich aus der Feder einfallsreicher Schreiberlinge?!

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