Harte Sperrung!

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In diesen Zeiten wird in gewissen Abständen nächtelang verhandelt und nach Kompromissen gesucht. Das Bundes-Kabinett legt mit den MinisterpräsidentInnen der Länder gemeinsam Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie fest. Und das geht scheinbar nur nachts, weil die Leute tagsüber ja normale Politik machen müssen. Bei den beschlossenen Pandemieregeln kommt es hier manchmal zu handwerklichen Fehlern. Es gibt als Vorlage halt keine Blaupause. Anschließend wissen viele alles besser und raten dies und das. Sie müssen ja nicht selbst entscheiden und Verantwortung tragen, das Meckern fällt diesen ewigen Besserwissenden also sehr leicht. Nun gut. Ist der Coronastab wieder auseinandergegangen, wird nur wenig später lustig an den beschlossenen Regeln herumgeändert. Es wird verschärft oder wieder gelockert. Regional unterschiedliche Inzidenzzahlen, R-Werte, Mortalität werden dabei als Begründung ins Spiel gebracht und vieles mehr. Die Folge ist ein undurchschaubares Wirrwarr. So sind große Teile der Bevölkerung (mich eingeschlossen) mit der Einhaltung der Verordnungen schlichtweg überfordert. Dabei sind diese Änderungen – betrachtet man sie allein – manchmal sogar nachvollziehbar. Mmmmh… Vielleicht wäre es sinnvoll, sich einmal mit einem zweiwöchigen, harten Lockdown (Deutsch = Sperrung) für die gesamte Bundesrepublik zu befassen! Mit Ausgangssperren und allem Pipapo. Das bedeutete z.B., dass die gesamte Bevölkerung zu Hause bliebe. Homeschooling und -office hätten weiterhin Bestand, es gäbe Ausgangssperren, sämtliche Grenzen in würden geschlossen. Natürlich müsste die Grundversorgung weiterlaufen, systemrelevante Bereiche blieben also aktiv. Das beträfe z.B. die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung, der Not-, Störungs- und Rettungsdienste, des Gesundheitswesens usw.. 14 Tage später, könnte dann schrittweise alles wieder gelockert werden. Nach mehr als einem Jahr Pandemie, würden wir derartige Ruhetage sicher auch noch durchhalten. Zumal wir die Gewissheit hätten, dass die Inzidenzien danach wirklich rapide sänken! Australien und Neuseeland machen es uns vor. Also, worauf warten wir noch? Auf geht’s…

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