Wollen wir eine blaue Politiklandschaft?

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Dass es Volksparteien im alten Sinn nicht mehr gibt, dürfte inzwischen fast überall angekommen sein – wenn man von der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern einmal absieht. Helmut Kohl würde sich vermutlich im Grab umdrehen, wüsste er, dass seine CDU am vergangenen Wochenende an der 5-Prozent-Hürde gescheitert und aus einem Landtag geflogen ist. Ich hoffe ja immer noch, dass das alles nur ein böser Traum ist. Vielleicht wache ich morgen auf und im Bundestag sitzen wieder Leute wie Rita Süssmuth, Joschka Fischer oder Hans-Dietrich Genscher. Aber vermutlich ist das genauso wahrscheinlich wie ein Comeback der Schreibmaschine. Unser Staat ist jedenfalls dabei, von den „Blauen“ komplett umgebaut zu werden. Die Frage ist: Wollen wir das wirklich? Liebe AfD-Wählerinnen und AfD-Wähler: Schaut Euch das Programm dieser „Alternative“ einmal genau an – und zwar nicht nur die Überschriften. Raus aus der EU? Liebäugeln mit Musk und Kriegsverbrecher Putin? Und liebe Politikschaffende der etablierten Parteien: Hört endlich auf zu jammern und macht Euren Job! Verhandelt, findet Kompromisse und steht dazu – geschlossen! Und sprecht nicht gleich in jedes Mikrofon, dass Euch vor die Nase gehalten wird. Politik ist ein harter Job und leider kein Wunschkonzert. Und wer Verantwortung übernimmt, muss irgendwann auch entscheiden und vor allem dazu stehen!

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