Maskendeals

(137)

In Zeitungen und anderen Medien wird gerade über die sogenannten Maskendeals berichtet. Zwei einflussreiche Politiker hatten ihre Beziehungen spielen lassen und ihr umfangreiches Netzwerk dazu genutzt, Schutzmasken zu organisieren. Anschließend erhielten sie von den Herstellern dieser Masken dann satte Provisionen. Von sechs- beziehungsweise siebenstelligen Beträgen ist hier die Rede – also kein Pappenstiel.

Mich wühlt es auf, dass die Herren Nüsslein und Sauter nach diesen Deals nun siegreich das OLG München verließen. Moralisch gesehen, ist der Umstand, sich an der herrschenden Pandemie als gewählter Volksvertreter durch Vermittlungstätigkeiten zu bereichern, nämlich mehr als verwerflich. Auch wenn das Ganze rechtlich okay sein sollte. Ich könnte nach so einer Aktion jedenfalls nicht ruhig schlafen. Andere sind hier offenbar egoistisch und emotionslos!

Die beiden hätten ihre Provision zwar einstreichen und dann vielleicht nur 1% davon behalten sollen. Der Rest wäre als Spende an gebeutelte Pandemieopfer gegangen. In diesen dunklen Tagen hätte man so mal ein positives Signal setzen können. Und niemand hätte sich aufgeregt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.