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Wie lange sollen Fans und Verbände noch Entscheidungen hinnehmen, die Planungssicherheit, Glaubwürdigkeit und sportliche Vernunft beschädigen? Es wirkt, als ob bei der FIFA nicht geführt, sondern improvisiert wird – mit widersprüchlichen Initiativen, die vor allem eines erzeugen: Verwirrung.
Bei der WM wurde sichtbar, wie wenig verlässlich die Linie des FIFA-Chefs ist: Die Regeländerung bzw. Auslegung rund um die Rot-Sperre eines US-Stürmers erfolgte weder transparent noch in einem dafür vorgesehenen Verfahren. Nein, sie wurde offenbar hinter verschlossenen Türen mit einem Regierungschef abgestimmt.Â
Nach dem Turnier stand plötzlich die Vergabe bzw. Verwertung von WM-Rechten an zahlungskräftige Investoren im Raum – ebenfalls ohne erkennbare Mitbestimmung der in der FIFA zusammengeschlossenen Verbände.
Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Signal: Entscheidungen werden getroffen, bevor die FIFA-Mitglieder in einem eigentlich demokratischen System angemessen mitgenommen werden.
Bei diesen Entscheidungen handelt sich nicht um Einzelfehler, sondern es ist ein Muster! Rufe nach der Absetzung Infantinos sind daher eine logische Konsequenz. Dieses autokratische Agieren ohne ausreichende Rückkopplung untergräbt die Basis. Die FIFA-Mitgliedsverbände sollten jetzt aktiv werden und den Chef absetzen – nicht erst, wenn die nächste, nicht abgesprochene Idee ihren Weg in die Medien findet.

