Und täglich grüßt das Murmeltier …

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Eigentlich mag ich sie nicht mehr lesen, hören oder sehen: Die Berichte über den US-Rowdy, der fernab jeder Diplomatie gerade die gesamte Weltordnung durcheinander bringt.

Hält der Präsident aus Übersee mit abfälliger Mimik einen seiner regelmäßigen, medialen Monologe, wird mir ganz anders. Um ihn herum sitzen MinisterInnen des US-Kabinetts wie eine Gruppe müder Lemminge: Ratlos, teilnahmslos, irgendwo zwischen Desinteresse und innerer Kündigung. Ich frage mich, was diesen Präsidenten zu seinem Verhalten treibt? Wahrscheinlich ist es Geltungssucht, Narzissmus, sein Hunger auf Anerkennung sowie der Wunsch, als Weltenretter den Friedensnobelpreis zu erhalten.

Die USA mutieren gerade von einer Demokratie zu einem autoritären Regime. Es gibt kein Korrektiv mehr. Und andere auf der Welt verstreute Autokraten dienen als Role Models.

Nach der Verhaftung des Venezulanischen Präsidenten empörte sich die Welt kurz, leckte diplomatisch Speichel und murmelte – kaum hörbar – etwas von Völkerrecht.

Anschließend erhebt er Anspruch Grönland und lässt ein Delegation der Grönländer Dänen abblitzen. Wieder gibt es von einigen Europäern verhaltene Proteste. Russen und Chinesen reiben sich derweil die Hände.

Wann sickert es endlich durch, dass sich Rowdys so nicht stoppen lassen. Da helfen nur Stärke und klare Ansagen! Mit verhaltenem Herumeiern kommt man nicht weit…

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