Silvesterknallerei

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Der Jahreswechsel 2025/2026 zeigte erneut zuverlässig, wozu wir fähig sind, wenn wir etwas wirklich wollen: Krach machen! Und dabei gilt,  je lauter, desto besser.

Nörgler meinen zwar, weltweit flögen schon genug Raketen und Drohnen herum, zusätzlicher Lärm sei respektlos und vor allem überflüssig. Und die vielen Tiere? Tja, Pech gehabt – Ohropax wächst leider nicht auf Bäumen.
Für viele hat Rücksichtslosigkeit an Silvester mittlerweile Tradition. Da campt man auch gern vorm Supermarkt, um für große Eurobeträge Unmengen an Pyrotechnik zu ergattern. Buchstäblich werden diese dann in der Silvesternacht in Sekundenschnelle in Schall und Rauch verwandelt – Restbestände gern auch noch an Neujahr oder den Folgetagen.
In den Chefetagen der pyrotechnischen Manufakturen knallt es derweil auch – es handelt sich allerdings um Sektkorken. Man freut sich über die offenbar gute Lobby-Arbeit und stetig steigende Umsätze!
Polizei und Rettungskräften ist dagegen nicht zum Feiern zumute. Sie dürfen die ganze Nacht hindurch die ausgelassene Meute hüten. Währenddessen muss das Krankenhauspersonal (…) unter Hochdruck Augen oder abgerissene Gliedmaßen retten. Zum Schluss rückt die Stadtreinigung an und macht alles wieder hübsch.
Ein rundum gelungenes Fest. Und wer zahlt das alles? Die Allgemeinheit – u.a. mit Steuergeldern und Beiträgen zur Krankenkasse…
Wir freuen uns schon sehr auf die nächste Jahreswende!

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