Schwein sein…

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Ich bin froh, dass ich kein Schwein bin. Ich wäre nur auf der Welt, um als Nahrungsquelle zu dienen. Ich würde mit vielen Artgenossen auf engstem Raum gemästet werden. Ich bekäme Kraftfutter und Medizin, damit ich gesund bliebe – Antibiotika! Das erhalten Menschen ja auch manchmal… Ich sähe nie die Sonne. Mit etwas Glück vielleicht kurz beim Massentransport in den Schlachthof. Mir würde in einem kühlen, weiß gekachelten Raum – leider viel zu früh – mein Lebenslicht ausgehaucht. Menschen mit Kitteln, Hauben und Handschuhen separierten mich und packten all meine Leichenteile in Plastikfolien. Darin läge ich dann – frierend und auf viele Supermärkte verteilt, in Kühlregalen. So lange, bis Ihr mich holt. Ihr werdet mich dann auf einen Grill oder in eine Pfanne werfen. Mir wird heiß. Ich bekomme eine braune Farbe und schrumpfe. Gemeinsam mit irgendeinem Gewürz oder einer Sauce lande ich auf einem Teller. Schließlich verschwinde ich in irgendeinem Magen, eigentlich in vielen Mägen. Aber davon merke ich dann nichts mehr. Sehr traurig, oder? 

Resümee: Als menschlicher Vegetarier habe ich‘s da deutlich besser!

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