Fehlverhalten in der Filmbeanche

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Der Deutsche Regisseur Wim Wenders (80)  wurde  kürzlich mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das war in vielen Publikationen nachzulesen. In langen Jahrzehnten am Set und daraus folgenden, erfolgreichen Produktionen, eine durchaus angemessene Auszeichnung. Nach der Lektüre einiger Beiträge darüber ist mir allerdings unverständlich, warum sich Wim Wenders im Rahmen seiner Dankesrede nicht bei Nastassja Kinski entschuldigte. In einem Frühwerk zu Beginn seiner Karriere wurde die damals gerade erst 13 jährige Schauspielerin in einer zweiminütigen Nachtszene dargestellt. Eine Bitte um Verzeihung hatten viele erwartet. Wenders brachte aber nichts dergleichen über die Lippen. Stattdessen versuchte er, den Sachverhalt zu verharmlosen und eierte ein wenig herum. Mit dem Eingeständnis, sich vor mehr als 50 Jahren falsch verhalten zu haben, also einen Fehler einzugestehen, hätte er nur gewinnen können. Möglicherweise wäre er dann auch für seine Einsichtsfähigkeit ausgezeichnet worden. Das ist natürlich hypothetisch. Es bleibt spannend, wie diese Geschichte weitergeht…

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