Spritpreise (2)

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Das ging grandios daneben. Treibstoffpreise dürfen seit Anfang April offiziell nur einmal täglich steigen – wie beruhigend.

Die Betreibergesellschaften interpretieren das offenbar als kreative Schreibaufgabe und liefern Preissprünge, die eher an Höhenflüge erinnern. Diesel ist inzwischen das neue Luxusgut und wesentlich teurer als Super.

Während wir alle kollektiv stöhnen, dürften in den Chefetagen der Mineralölkonzerne Sektkorken knallen. Dabei wissen wir doch alle: Unser geliebter Sprit ist endlich! Also müssen wir uns ohnehin irgendwann umstellen – warum nicht gleich?

Fahrgemeinschaften, Öffis, defensives Dahingleiten im Verbrenner – manches klappt ja aktuell schon erstaunlich gut.

Ein kühner Gedanke wären nun auch Tempolimits: 100 auf Autobahnen, 80 außerorts, 40 innerorts. Bei vielen Nachbarn ist das längst Alltag und läuft ohne zivilisatorischen Kollaps. Doch hierzulande gilt das bekanntlich als Freiheitsdrama. Laut Frau Warken ein unzumutbarer Eingriff.

Erstaunlich, wie sehr ein paar km/h zur Grundsatzfrage werden. Vielleicht denkt Ihr aber auch mal ans Klima …

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